© 2019 Kim Klemke

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ABOUT DESIGN THINKING

Mit dem Double Diamond das Team leiten  - 

Arbeitsweise, Verständnis und Erfahrungen von Design Thinking 

 

Design Thinking ist eine Innovationsmethode, die es uns möglich macht nutzerzentrierte Lösungen auf komplexe Fragestellungen zu erhalten und bildet den Ursprung für eine Vielzahl von Innovationsprozessen. 

 

Mit dem Ziel neue Produkte oder Vorgehen zu entwickeln fragen wir uns zurecht was Design Thinking können muss um tatsächlich einen maßgeblichen Beitrag für Unternehmen zu leisten.

 

Akzeptanz konkurrierender Beziehungen 

Design Thinking setzt bei den Fähigkeiten an, die sich Designer bereits über Jahre zu Nutze gemacht haben: Das Bestreben die menschlichen Bedürfnisse und Wünsche mit den technischen Rahmenbedingungen in Einklang zu bringen und das unter bestmöglichen ökonomischen Bedingungen.

Als Business Developerin ist für mich insbesondere das Thema Business Thinking ein integraler Bestandteil. So werden Themen wie Zahlungsbereitschaft der Kunden, Preissensibilität und Integration der neuen Lösung in bestehende Angebote bereits früh thematisiert.

Ein kompetentes Design Thinking Team wird die Beschränkungen in ein stimmiges Gleichgewicht zu einem Endresultat bringen, wobei der Schwerpunkt immer auf den Anforderungen des Nutzers liegt. Anderenfalls entwickeln wir zwar technisch gut umgesetzte und kurzfristig rentable Lösungen, die den Nutzer nicht überzeugen.

 

 

Mit dem Double Diamond das Team leiten  

 

Für die Durchführung des Design Thinking Prozess gibt es zahlreiche Prozessvorgehen. Eine Auswahl und Vergleich findet ihr hier. 

 

Ich arbeite mit dem Double Diamond, da dieser den Wechsel aus kreativen (öffnendes, weites Denken) und analytischen Phasen (konsolidierende Tätigkeiten) als einer der wenigen Modelle gut visualisiert. Die Unterscheidung ist relevant, da das Denken und der Arbeitsmodus unterschiedlich sind und somit andere Rahmenbedingungen für gute Ergebnisse geschaffen werden müssen. 

 

Der erste Diamond beinhaltet eine umfangreichen Analyse, Betrachtung der Problemstellung und Empathie für den Nutzer. Wir arbeiten mit den Augen eines Forschers, der Informationen sammelt, diese analysiert und schließlich die Sicht auf die Problemstellung im Point of View konsolidiert.

 

Im zweiten Schritt beginnen wir in mehreren Runden Ideation in konkreten Lösungen zu denken. Die Fülle an Ideen wird schließlich durch kritische Bewertungsraster auf ein Best-Of reduziert aus dem schließlich der Prototyp entwickelt und getestet wird.

 

 

Warum ein Schritt zurück ein Schritt nach vorn sein kann

 

Eine Kritik, die ich in Workshops immer wieder zurecht erlebe ist der Umgang mit der "grünen Wiese". Beim Design Thinking wird beim Brainstorming zunächst bewusst von einer "Alles ist möglich" Haltung ausgegangen um die Ideen der Teilnehmer nicht durch einschränkende Rahmenbedingungen einzugrenzen.

 

Es ist dennoch elementar die Ideation ohne gesetzte Grenzen durchzuführen. Bei neu gewonnenen Erkenntnisse kann die Ausgangsfrage schließlich iterativ durch Hinzunahme weiterer Beschränkungen angepasst werden. So werden Ideen konkretisiert, heruntergebrochen und durch neue Erkenntnisse geschärft.

 

 

Wann kann ich Design Thinking anwenden und wann nicht? 

 

Design Thinking greift bei komplexen Herausforderungen, die nach neuen kreativen Lösungen verlangen. Hier geht es nicht um die Weiterentwicklung von Bestehendem. Die Einsatz reicht von der Produktentwicklung bis zur Erarbeitung neuer Arbeitsabläufe und Prozesse in verschiedensten Branchen bis hin zu gesellschaftlichen Fragestellungen.

 

Design Thinking ist geeignet, wenn...
 

  • ...ein echtes Nutzerproblem besteht 

  • ...wir am Anfang eines Vorhaben stehen 

  • ...die Fragestellung offen formuliert ist und lässt Raum für Innovation lässt

  • ...eine Lösung ist noch nicht entschieden und die Fragestellung ist somit ergebnisoffen ist

 

Design Thinking ist kein Allheilmittel und hat seine Grenzen. Insbesondere wenn es um Herausforderungen innerhalb des Unternehmensorganisation und der Zusammenarbeit, Führung und Teamarbeit gibt, reicht Design Thinking nicht aus und wirksame Modelle zur Organisationsentwicklung sind gefragt.

 

Design Thinking ist nicht geeignet wenn...

 

  • ... Vorhaben keinen gestaltenden Charakter haben 

  • ....Der Soll-Zustand des Projektes / Vorhaben bereits definiert (Einführung eines neuen Softwaresystems XYZ) 

  • ...Lösungen weiterentwickelt werden sollen und nur auf Bestehendem aufgebaut werden soll 

  • ...Fragestellungen über psychologische, strukturelle, organisationelle Ebene adressiert wird